Varikosis (Varikose) – Privatpatienten genießen Therapiefreiheit

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Varikosis

Mit 65 Jahren fängt das Leiden an. Insbesondere in höherem Alter liegt das Hauptaugenmerk für viele Menschen umso stärker auf einer gut funktionierenden Gesundheit. Die Eintrittshürden einer privaten Krankenversicherung sind dann aber nahezu unüberwindbar. Wer in jungen Jahren beitritt, ist Bestandskunde. Und profitiert auch später noch von neuesten Medizinttechnologien. Doch woraus bestehen diese?

Medizinischer Luxus bei privat Versicherten – mehr als nur die unbegrenzte Zahl an Massagesitzungen

Bei Kassenpatienten kommen oft allgemein anerkannte Therapien, sogenannte Standardtherapien, zum Einsatz. Entsprechend dem Gebot der Wirtschaftlichkeit muss eine Behandlung zumindest erfolgversprechend sein.

Häufig müssen dabei Abstriche gemacht werden, was die Dauer des Heilungsprozesses, eventuelle leichte Folgeschäden oder den Schonungsgrad des Eingriffs – im Vergleich zu modernen, medizintechnologischen Methoden betrifft . Aufgrund der Therapiefreiheit dürfen Ärzte jedoch bei privat Versicherten aus einem größeren Pool an Möglichkeiten die Behandlung auswählen, die er für am geeignetsten hält.

Varikosis – viele Heilverfahren mit unterschiedlichem Erfolg

Die medizinische Forschung und Entwicklung bringt kontinuierlich neue Behandlungstechniken auf den Markt. Im Bereich der Phlebologie beispielsweise existieren zahlreiche Methoden, um Krampfadern den Gar aus zu machen. Praxen statten sich, sofern das nötige Budget vorhanden, regelmäßig mit moderner Gerätschaft aus. Zur Anwendung kommen sie allerdings häufiger bei privat versicherten Patienten sowie bei Selbstzahlern.

Dazu zählen neben der endoluminalen Lasertherapie auch die Chiva Methode. Letzere beispielsweise stellt ein höchst modernes Verfahren zur Krampfaderbehandlung dar. Herkömmliche chirurgische Verfahren gehen dagegen häufig einher mit schmerzhaften Wundflächen, die sich über die gesamte Länge der Beine ziehen. Auch innere Narben und zerstörte Seitenäste kommen gelegentlich in Form was ist varikosis, von unangenehmen Folgeschäden vor.

CHIVA und Laser – schneller und schonender

Hier werden nur wenige kleine Schnitte mit chirurgischen Unterbindungen angelegt. Die Behandlung zählt zu den minimalinvasiven Eingriffen und wird daher als besonders schonend eingestuft. Dadurch fällt eine deutlich verkürzte Rehabilitationszeit an. Zudem wurde ein deutlich geringeres Risiko einer Schädigung der Lymphgefässe als beim herkömmlichen Verfahren beobachtet.

Dabei geht der Arzt so vor, dass möglichst wenig Varikosis entfernt werden muss und der Blutkreislauf so gut wie möglich wieder hergestellt wird. Zu Anfangs steht eine Ultraschall-Untersuchung der betroffenen Blutbahnen, die die Durchlässigkeit der Varikosis prüft an. Anhand des Resultats werden Stellen markiert, wo eine Durchtrennung der krampfadern veröden erfahrungen stattfinden soll. Bei lokaler Betäubung bekommt der Patient kleinste Einstiche entlang der Seitenäste der Varikosis gesetzt.

Sie werden quasi abgebunden. Ein kleines Klemmpflaster versorgt die kleinen Schnitte und Stiche im Nachgang. Eine Schmerz- und Gehfreiheit direkt im Anschluss kann in den allermeisten Fällen garantiert werden. Eine weitere Methode aus der Reihe der schonenden Venenbehandlungen stellt die endominale Lasertherapie dar. Wie bei der CHIVA- Methode wird auch hier ein kosmetisch einwandfreies Ergebnis ohne Narben garantiert. Das Verfahren eignet sich für Patienten mit defekten Venenklappen, die das Blut nicht mehr barrierefrei aus den Beinen zurückfließen lassen. Dabei gelangt die Laserenergie mittels Lichtleitfaser ins Innere der Gefäße.

In der Regel übernehmen die privaten Krankenversicherungen die Kosten von 1.000 bis 2.000 Euro pro Eingriff. Für gesetzlich Versicherte ist der Einsatz von Lasertechnik im Rahmen einer Rechnungshöhe zwischen 1.000 und 2.000 Euro kostenpflichtig. Ähnlich wird auch die CHIVA-Methode bei Privatpatienten erstattet, während die gesetzliche Krankenversicherung die Mehrkosten für neuere Methoden auf die Patienten umlegt.